Bildungsvielfalt 2011

Liebe Eltern,

im vergangenen Jahr habe ich Sie um ihre Unterstützung bei unserer Postkartenaktion und der großen Demonstration in Stuttgart gebeten. Diese Protestaktionen waren sehr wirksam aber leider nicht sehr erfolgreich. So haben sich weit über 10.000 Demonstranten damals eingefunden und viele Politiker mussten Ihre Protestkarten zur Kenntnis nehmen.

In diesem Jahr wird gewählt und die AGFS (Arbeitsgemeinschaft freie Schulen; www.agfs-bw.info) wird mit der Veranstaltung "Bildungsviefalt 2011" auf unsere Probleme aufmerksam machen:

Darum geht's: Bildungsvielfalt

Freie Schulen sind Teil des öffentlichen Schulwesens. Sie sind in einer gelebten Demokratie nicht nur geduldet, sondern ausdrücklich gewollt. Nur so entsteht Vielfalt, nur so entstehen Innovationen.

Zwei Texte dazu:

"Schulen in freier Trägerschaft dienen nach Maßgabe des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Landes Baden-Württemberg der öffentlichen Aufgabe, ... das Schulwesen des Landes zu bereichern. Sie ergänzen das Angebot freier Schulwahl und fördern das Schulwesen durch besondere Inhalte und Formen der Erziehung und des Unterrichts." (§ 1, Gesetz für die Schulen in freier Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg)

Das heißt: Schulen in freier Trägerschaft sind aufgefordert, pädagogische Alternativen zu entwickeln und eigene Konzeptionen und Profile in der schulischen Praxis zu realisieren. Sie befruchten das gesamte öffentliche Schulwesen durch ihre Andersartigkeit, durch ihre neuen Wege, die sie ausprobieren.

"Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. ... Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird" (Art. 7, Abs. 4, Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland)

Das heißt: Schulen in freier Trägerschaft sichern das Grundrecht auf freie Bildung, sie sind eine "pädagogische Konsequenz" der lebendigen demokratischen Gesellschaft, die das Elternrecht und das Recht auf weltanschauliche Orientierung achtet.

Das heißt auch: Schulen in freier Trägerschaft sollen Kinder nicht benachteiligen oder gar ausschließen, deren Eltern über ein geringes Einkommen verfügen. Deshalb ist der Staat, in unserem Fall das Land Baden-Württemberg, verpflichtet, für eine angemessene finanzielle Förderung der freien Schulen zu sorgen.

Als integraler Bestandteil des öffentlichen Schulwesens müßten die Schulen in freier Trägerschaft eigentlich von der öffentlichen Hand vollfinanziert werden. Doch das ist nicht die Realität: Eltern und Schulträger finanzieren einen großen Teil der Kosten.

Die aktuelle Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag die Absicht erklärt, die Refinanzierung der freien Schulen auf eine Förderquote von 80% der Kosten eines Schülers in einer staatlichen Schule zu erhöhen. Doch auch hier ist die Realität anders: Inzwischen will die Politik es als Erfolg verkaufen, wenn die Quote auf 70,5% angehoben würde.

Dagegen wehren wir uns! Wir fordern die Landesregierung auf, ihr Wort zu halten und die Förderquote auf 80% in allen Schularten anzuheben. Wir fordern weiterhin, die Benachteiligung der freien Schulen abzubauen.

 

 

 

 

 

 

Wie Sie dem nebenstehenden Programm entnehmen können, wird die Veranstaltung am 11. Februar 2011 in Stuttgart die Vielfalt unserer Schulen darstellen. Spannend wird sicher auch die Podiumsrunde mit prominenten Politkerinnen und Politikern - unter anderen auch Frau Ministerin Prof. Dr. Marion Schick und den Fraktionsvorsitzenden.

Weitere Materialien finden Sie zum Thema Bildungsvielfalt finden Sie hier:

Programm für den 11.02.2011

Basisinformationen

Homepage Bildungsvielfalt 2011

Homepage der Schulstiftung

Homepage der AGFS

 

 

Herzliche Grüße

Bernhard Moser
Schulleiter