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Kolleg St. Sebastian Stegen

Der Journalist und die Schüler

Zur Einstimmung auf den Papstbesuch am 24. und 25. September 2011 in Freiburg besuchte am 21.09.2011 der Journalist, Schriftsteller und Publizist Heinz-Joachim Fischer das Kolleg St. Sebastian.

Heinz-Joachim FischerZur Einstimmung auf den Papstbesuch am 24. und 25. September 2011 in Freiburg besuchte am 21.09.2011 der Journalist, Schriftsteller und Publizist Heinz-Joachim Fischer das Kolleg St. Sebastian in Stegen und stand den Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 Rede und Antwort zu Sinn und Unsinn des Papstbesuches, den Lehren und der Zukunft der katholischen Kirche.
Heinz-Joachim Fischer arbeitete lange Zeit als Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für Italien und den Vatikan. Außerdem veröffentlichte er viele Sachbücher über die katholische Kirche. Er begleitete Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. auf ihren Reisen und ist Experte für das kontrovers diskutierte Thema des Papstbesuches in Deutschland.


Könnte das Geld für den Papstbesuch nicht nützlicher angelegt werden – beispielsweise als Spende für die Opfer der Hungersnot in Ostafrika?
Bei einer repräsentativen Umfrage stellte sich heraus, dass sich fast jeder zweite Deutsche auf den Besuch des Papstes freut. Der Besuch bedeutender Personen erfordert nun mal hohe Ausgaben: Für die Sicherheit, die Bühne, die Organisation, die Logistik etc. Das hat seinen Preis, beim Papst nicht weniger als beim Besuch z.B. hoher Politiker. Die Reisen speziell des Papstes sind von großer Bedeutung für die katholische Kirche, weil sie das globale Bewusstsein und den Zusammenhalt innerhalb der Kirche fördern.
Macht der Papstbesuch überhaupt einen Sinn in Zeiten, in denen immer mehr Menschen aus der Kirche austreten?


Im Alltag sind die meisten Menschen zu sehr mit ihren Problemen beschäftigt, um sich die Frage nach dem Sinn ihrer Existenz zu stellen. Die Aufgabe der Kirche ist es, an solche Fragen zu erinnern und gleichzeitig eine Lösung anzubieten. Deshalb muss dem Papst zugehört werden. Danach kann sich jeder Einzelne immer noch entscheiden, ob er die Meinung des Papstes teilt oder nicht.

Heinz-Joachim FischerWird es die Kirche in 50 Jahren noch geben?
Die Kirche wird und muss in Zukunft ihre Gestalt verändern. Doch das Grundprinzip der Kirche, die Botschaft der Nächstenliebe, ist universal. Sie ist seit 2000 Jahren gültig und wird es immer sein. Darüber hinaus gründen auf diesem Prinzip viele kirchliche Institutionen, die fest in der Gesellschaft verankert sind: Im Sozialwesen mit Organisationen wie der Caritas, im Gesundheits- und Bildungsbereich mit Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen. Kirchen und insbesondere Kathedralen sind Denkmäler, die es zu erhalten gilt. Außerdem ist die Kirche ein großer Kunst- und Kulturförderer. Trotz der wachsenden Zahl Konfessionsloser ist die Kirche aus unserer Gesellschaft nicht wegzudenken.

Elena Fellner, Jgst. 12

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