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Kolleg St. Sebastian Stegen

Sebastiansfest 2012

Thomas PforteSchulpatronatsfest des Kollegs am 20. Januar 2012

Der 20. Januar ist ein besonderer Tag am Kolleg: kein Unterricht im üblichen Sinne findet statt, denn es ist ein Festtag, an welchem die Schulgemeinschaft sich ihres Namensgebers und Schutzpatrons erinnert. Er beginnt traditionell mit dem Festgottesdienst, an den sich ein auf die unterschiedlichen Jahrgangsstufen abgestimmtes Programm anschließt.

Da das Kolleg schon weit über 25 Jahre in der Oberstufe das Sozialpraktikum durchführt, wurde sowohl im Gottesdienst als auch in den Veranstaltungen deutlich, wie wichtig und gut es ist, sich für andere Menschen, insbesondere für schwächere einzusetzen. P. Franz Hoch, Vertreter des früheren Schulträgers, der Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester, berichtete Schülern der neunten Klassen von der Tätigkeit der Freiburger Pflasterstube für Obdachlose, Frau C. Rüthlein, Leiterin der Janusz – Korczak - Schule, aus dem Leben mit schwerstbehinderten Kindern. Von der Freiburger Straßenschule war Herr C. Syri zugegen, und Herr Dr. Chr. Lengsfeld gab den Jugendlichen einen Einblick in die Arbeit im Haus des Lebens.

Vorträge, Präsentationen und Erlebnisberichte von Schülern, die ein Auslandsjahr absolviert hatten, von Exkursionsteilnehmern nach Palästina weckten das Interesse der Zehntklässler. Herr Prof. Lars Feld stand den Elftklässlern zum Thema „Europa in der Krise“ Rede und Antwort, die Zwölftklässler informierten sich bei den Studienbotschaftern über die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten nach dem Abitur. „Das kalte Herz“, großartig in Szene gesetzt von Frau Petra Gack, begeisterte die Schüler der Unterstufe. Zugang zu wortmächtiger Lyrik, vorgetragen von Herrn Thomas Pforte, fanden die Schüler der achten Klasse.


Carl Schurig aus der Kl. 8b berichtet: Pforte macht Worte zu Sprechkunst
Eine eindrucksvolle Erscheinung betritt unser Schulhaus. Aufmachung, Bewegung und Ausstrahlung, die von ihm ausgehen, lassen etwas Besonderes vermuten.

Ein Mann, ganz in Schwarz mit einem weißen, seidenen Schal, einem markanten Gesicht und zur Kleidung die passenden schwarzen, kleinen Ringellöckchen, zieht eine Augenbraue hoch und öffnet seinen Mund. Im ersten Moment denkt unsereins, man müsse jetzt aufstehen, um der vorne stehenden Person den respektvollen, gewünschten Morgengruß zu erstatten.

Aber das Gegenteil ist der Fall. Er hebt die Hand und gestikuliert darauf los. Mit Witzen, Gesang und englischen Versen kennt er sich bestens aus und strahlt dabei Offenheit zum Publikum aus. Die Autoren, die er rezitiert, heißen: Ernst Jandl, Kurt Schwitters und Robert Gernhardt. Über 90 Stücke dieser drei Autoren gehören zum Repertoire von Thomas Pforte. Diese Meisterleistung des Auswendiglernens muss man sich erst einmal bewusst machen. Das Lustgefühl für Sprache kam ihm während seines Lehramtstudiums an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg. Er sprudelt spielerisch fast unsinnig klingende Vokale aus seinem Mund heraus und bewegt sich dabei wie ein Roboter. Es fällt nicht immer leicht, gleich zu verstehen, was er sagen will…..will er uns heranwachsenden Jugendlichen etwas sagen? Können wir uns auf ihn und seine Kunst einlassen? Will nicht der eine oder andere lieber eine Nachricht auf dem Iphone ansehen oder selbst Nachrichten versenden? Nein, es ist einfach unglaublich, mit welcher Macht des Wortes und Virtuosität der Stimme der Künstler vor dem Publikum agiert und uns mitreißt. Mit kirschroten Bäckchen erntet er schließlich Applaus von Lehrern und Schülern für einen ungewöhnlichen, sprechgewaltigen Auftritt.

Foto: Carl Schurig "Sprechkünstler Thomas Pforte"

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