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Gymnasium, Realschule, Aufbaugymnasium, Hort an der Schule
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Naturpark Südschwarzwald

Naturpark SüdschwarzwaldWir freuen uns, dass wir seit 2020 zu den Naturpark-Schulen des Naturpark Südschwarzwald gehören. Als erste große weiterführende Schule betreten wir gemeinsam mit dem Naturpark Südschwarzwald einen neuen Weg der "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Das Konzept der Naturpark-Schulen war bislang Grundschulen vorbehalten, die mit spannenden und kindgerechten Projekten Grundschülerinnen und Grundschülern die Grundgedanken der Nachhaltigkeit näher bringen. Der Schritt, die Naturpark-Schule für weiterführenden Schulen zu öffnen, ist für alle Beteiligten eine Herausforderung. Dieser stellen wir uns als Schulgemeinschaft aus Überzeugung! Nicht nur der Bildungsplan fordert mit der Leitperspektive "Bildung für nachhaltige Entwicklung" eine klare und zukunftsorientierte Zielrichtung. Auch wir Lehrerinnen und Lehrer am Kolleg wollen die Bedeutung der nachhaltigen Entwicklung auf vielfältige Weise bewusst und erlebbar machen.

Besonders spannend ist, dass drei Naturpark-Schulen (Sommerbergschule Buchenbach, Urban-Heim-Schule St. Märgen und Abt-Steyrer-Schule St. Peter) zum direkten Einzugsgebiet unserer Schule gehören und so Aspekte und Gedanken der Naturpark-Schulen aus den Naturpark-Grundschulen aufgegriffen und weitergeführt werden können.

An zwei konkreten Beispielen wird sichtbar, wie Grundgedanken der Nachhaltigkeit in unserem Schulleben verankert sind:

Schwarzwaldwoche

SchwarzwaldAlle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 erleben im Sommer eine Projektwoche zum Thema Schwarzwald. Diese wurde vor zehn Jahren in unser Schulkonzept implementiert und ist ein Höhepunkt im Schuljahr. Verschiedene Fächer beleuchten unter verschiedenen Aspekten das große Thema Schwarzwald:

Im Fach Deutsch wird das Schwarzwaldmärchen "Das kalte Herz" (Wilhelm Hauff) gelesen und besprochen. Mit selbstgebastelten Försterdreiecken wird im Fach Mathematik die Höhe von Bäumen bestimmt und Flächeninhalte von Blättern berechnet. In BNT (Biologie Naturwissenschaft und Technik) werden Baumarten auf dem Gelände bestimmt sowie Orientierungs- und Kartierungsübungen durchgeführt. Außerdem wird das Thema Energie (Holz, Kohle, Köhlerei) besprochen.
Exkursion SchwarzwaldwocheEin besonders spannender Tag wird durch die Geografie geboten: Eine Exkursion an den Schauinsland mit Besuch des Turms, des Engländerdenkmals, des Museums-Bergwerks und des Schniederli-Hofs. Aspekte der Wetterbeobachtung, der Nachhaltigkeit, dem Verhalten im Naturschutzgebiet, dem Tourismus und vielem mehr, stehen an diesem Tag auf dem Programm.

In dieser Woche lernen die Schülerinnen und Schüler den Schwarzwald also auf ganz unterschiedliche Art und Weise kennen.
Einige Monate später wird die Schwarzwaldwoche beim Sebastiansfest, dem Fest zu Ehren unseres Schulpatrons, durch das Theaterstück "Das kalte Herz" (Frau Petra Gack) abgerundet.

Nachhaltige Energiegewinnung

In den zurückliegenden Jahren wurden die fünf Schulgebäude energetisch immer wieder teilsaniert, von der Westfassade des KG A bis zur demnächst abgeschlossenen Sanierung des Pater-Middendorf-Hauses. Die Steuerungs- und Regelungstechnik und die Wärmeerzeugung mit zwei Ölbrennern mit fast einem Megawatt Leistung im KG A waren nach 50 Jahren zu ersetzen.
Zusätzlich zu den fünf Gebäuden des Kollegs liegen auf dem Gelände noch acht weitere, teils historische Gebäude - Pfarrkirche mit Nebengebäuden, Schloss Weiler mit Mietwohnungen, Schlosskapelle, Personalhaus etc. - mit unterschiedlicher Nutzung und Trägerschaft. Diese Gebäude wurden jeweils separat durch alte Warmwasser- und Heizungsnetze versorgt, der Wärmebedarf von fünf Heizölkesseln gedeckt. Altersbedingt waren die Energieverluste hoch, deren Erzeugung ineffizient und die Gebäude größtenteils nur mäßig gedämmt. Die Wärme sollte künftig ökologisch sinnvoller und mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent an regenerativer Energie erzeugt werden. Zusätzlich sollte den anderen Wärmeverbrauchern auf dem gesamten Areal die Möglichkeit gegeben werden, über ein Nahwärmenetz ebenfalls die ökologisch und regenerativ erzeugte Wärmeenergie beziehen zu können.
Es ist gelungen, alle Nutzer der Gebäude auf dem Areal des Kollegs St. Sebastian von einem Nahwärmeprojekt zur Versorgung mit Heizung und Warmwasser zu überzeugen. Statt wie zuvor mit fünf Ölbrennern mit über einem Megawatt Leistung wird die Wärme nun über einen 250 kW Pelletkessel in Kombination mit einer 80 m² Solarthermieanlage erzeugt. Beide speisen einen großvolumigen Pufferspeicher und kommen dadurch mit einer wesentlich geringeren Nennleistung aus. Der Pufferspeicher ist in einem der ehemaligen Heizöltankräume untergebracht. Noch lange verwertbare Technik wurde nachhaltig weiterverwendet. Das gesamte Steuerungssystem wird per Fernwartung von der Fa. EWS aus Schönau überwacht.
Das Ergebnis: Eine zentrale Wärmeversorgung zu 99 Prozent durch erneuerbare Energien und eine Nahwärmeversorgung statt fünf dezentraler Wärmeerzeuger mit fossilen Brennstoffen. Das Kolleg St. Sebastian hat somit zum Thema "Nachhaltige Energiegewinnung" viel Unterrichtsmaterial direkt vor Ort.
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